So sei – gemäß dem Trend der letzen Jahre – die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle von 812 in 2007 auf 765 in 2008 gefallen. Auch bei den Wegeunfällen habe sie von 521 auf 478 abgenommen.
Dagegen seien bei den meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfällen seit 2005 mehr Opfer zu beklagen gewesen. Allerdings liege das vor allem daran, dass mehr Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgingen. Umgerechnet auf je 1.000 Vollarbeiter sei die Quote für Arbeitsunfälle in den letzten Jahren gefallen. Erst 2008 habe sie erstmals wieder von 28,1 in 2007 auf 28,3 zugelegt. Genauer betrachtet gebe es jedoch erhebliche Unterschiede bei den Quoten und ihrer Entwicklung, je nachdem um welche Berufsgenossenschaft es sich handelt.
Bei den Berufskrankheiten sei in 2008 ein Minus von 0,8 % bei den Verdachtsanzeigen und von 2,8 % bei den Anerkennungen zu verzeichnen gewesen. Dafür habe es – im Gegensatz zu den deutlich gesunkenen Zahlen in 2007 – 4,2 % mehr Verrentungen und 3,5 % mehr Todesfälle aufgrund einer Berufskrankheit gegeben. Ebenfalls in 2008 erhöht hätten sich – wie auch schon im Vorjahr – die Fälle von Arbeitsunfähigkeit wegen einer Berufskrankheit je 1.000 Versicherte, und zwar von 103,3 in 2007 auf 109,7 in 2008. Die durchschnittliche Falldauer sei aber mit 11,8 Tagen in 2008 gegenüber 11,7 in 2007 fast stabil geblieben.
Mit 3,8 % stark gestiegen seien darüber hinaus die Rentenzugänge aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit von Frauen. Bei den Männern hätten sie dagegen um 1,7 % abgenommen. Insgesamt ergebe sich ein Plus von 0,8 %. Dabei nähmen psychische und Verhaltensstörungen als Ursachen seit Längerem deutlich zu. Verbesserungen gebe es dagegen beim durchschnittlichen Rentenzugangsalter wegen verminderter Erwerbstätigkeit: Bei den Männern habe es sich von 50,5 Jahre in 2007 auf 50,6 Jahre in 2008 erhöht, bei den Frauen von 49,3 auf 49,5 Jahre. Außerdem seien die Männer in 2008 erst mit 63,3 Jahren – statt mit 63,4 Jahren wie im Vorjahr – in Altersrente gegangen. Bei den Frauen sei der Wert mit 63 Jahren gleich geblieben.



