Deutsche Unternehmen recherchieren bei der Bewerberauswahl immer häufiger im Internet. Nach einer Studie der Bundesregierung nutzen 28 % der befragten Arbeitgeber gezielt Informationen aus dem Netz.
Dabei suchen die Unternehmen systematisch auch nach persönlichen Informationen von Bewerbern wie Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen oder privaten Vorlieben. Das Ergebnis kann sich auch negativ auf die Bewerbung auswirken. Soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ machen die einfache Recherche möglich. Dort finden sich häufig auch Angaben, die privater Natur sind und in keinem Zusammenhang mit einer Bewerbung stehen. Partybilder verbessern bei knapp der Hälfte der Betriebe das Gesamtbild eher nicht. Jeder vierte Befragte bejahte, dass man schon Bewerber wegen Informationen aus dem Netz gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen habe. Mehr als drei Viertel der Befragten halten es für besonders kritisch, wenn sich Bewerber im Internet negativ über ihre bisherige Arbeit oder das Arbeitsumfeld äußerten. Auf der anderen Seite gibt es auch Chancen: Über 60 % der Unternehmen finden es positiv, im Internet über Hobbys oder das soziale Engagement von Bewerbern zu erfahren. Dies mache die Bewerbung interessanter.
Quelle: www.arbeit-und-arbeitsrecht.de