Die Bundesregierung befürchtet eine Lehrstellenlücke von über 30.000 Plätzen im Herbst des laufenden Jahres. Deshalb wollen Wirtschaft und Regierung im Juni eine große Werbeaktion starten, um mehr Betriebe
dazu zu bewegen, ihr Angebot in den nächsten Monaten deutlich zu erhöhen. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit ist das Angebot an Lehrstellen besonders in den alten Bundesländern zurückgegangen. Ende April waren bei den Arbeitsämtern noch 371.000 Jugendliche als unversorgt registriert, das sind fast 15 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen liegt mit bundesweit 155.300 deutlich niedriger. Bis Ende April 2006 hatten die Unternehmen den Arbeitsagenturen knapp 335.000 betriebliche Lehrstellen zur Vermittlung angeboten - 3,4 % weniger als im Vorjahr. Unterdessen haben Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) am "Tag des Ausbildungsplatzes" Ende Mai insgesamt 14.100 Ausbildungsplätze eingeworben und damit das Ergebnis des vergangenen Jahres (14.500) fast erreicht Quelle: www.aok-business.de